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Installation im Rahmen von anstadt 98
Steffen Schöni drehen mit ihrem Projekt Stadtguerilleros den
St.Galler Untergrund an die Oberfläche: Insektische
Parasiten agieren verblüffend ähnlich wie Keimzellen
subversiver Tätigkeit: die Stadtguerilleros der 60er Jahre. In
verschiedenen Projektionen sollen die Aktionen der Insekten im
Bereich Katharinengasse und Katharinenhof sichtbar gemacht werden.
Steffen Schöni schreiben in ihren Notizen zum Projekt unter
anderem: St. Gallen als mittelgrosse Stadt im schweizerischen Mittelland
mitten in Mitteleuropa: living in a small town ... Als Archäologen der Jetztzeit graben wir im urbanen
Untergrund und stossen auf Keimzellen subversiver Tätigkeit ...
Die Auseinandersetzung mit dem urbanen Raum basiert auf den Schriften
der Stadtguerilla, die ihr Gedankengut in den 60er Jahren in
Südamerika und in grösseren Mitteleuropäischen Städten
verbreitete. Vergleiche auch: Carlos Marighella, Minihandbuch des Stadtguerilleros Letzte Überreste davon finden sich auch in St. Gallen:
Schaben, Mücken, Milben, Gallen, Parasiten, Würmer,
Läuse, Wanzen und Siberfischchen gefährden die Sicherheit ... (Gallen gibt es in einer grossen Formenvielfalt. Jeder Parasit verursacht eine charakteristische Gallenform, und meist infiziert eine Art nur einen bestimmten Teil einer Pflanze. Das Wachstum einer Galle ist entweder auf das enorme Anschwellen einzelner Zellen oder auf die beschleunigte Zellteilung in der Nähe des Angriffsorts zurückzuführen. Die Galle liefert eine schützende Hülle für den Parasiten, während sich dieser von der Pflanze ernährt ...) Projektionen mit Bildern von Insekten und Ungeziefer im städtischen Raum, mit zugehörigen Texten aus (pseudo-) wissenschaftlichen Unterlagen sollen Unbehagen vermitteln. begleitend:
Weitere Informationen zum Projekt Stadtguerilleros finden sich
auch auf St.Gallen online und auf der Homepage von Halle K. |
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